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Langeweile im Wilden Westen

Was passiert, wenn man eine recht gute Idee für das Ende eines Films hat, aber noch einen ganzen Film davor platzieren muss? In etwa kommt dann PLACE OF BONES dabei heraus.

Angesiedelt ist die Mischung aus Drama und Thriller im Jahre 1876 im Wilden Westen der USA. Eine Mutter (Heather Graham) und ihre Tochter (Brielle Robillard) bestreiten notgedrungen ihren Alltag auf einer Ranch, die nichts mehr, außer Dürre, zu bieten hat. Eines Tages wird das ruhige Treiben jedoch durch den Räuber Calhoun (Corin Nemec) jäh unterbrochen. Es beginnt ein Kammerspiel, welches sich über die erste Hälfte des Films wie Kaugummi zieht.

Der Film kann erst nach gut einer Stunde richtig Fahrt aufnehmen, als die Verfolger Calhouns sich langsam und bedrohlich der Ranch und der Hütte der Familie nähern. Allerdings steuert PLACE OF BONES dann auch schon recht schnell auf seinen Showdown hin. Lustlos gefilmt, bewegt sich das Schauspiel dann auf stabilerem B-Niveau. Im Kontrast zu all dem glänzt dann allerdings das Ende, welches doch recht überraschend mit einem netten Twist aufwartet.

Dem Film hätte es gutgetan, wäre mehr von dieser Idee in den restlichen Film geflossen. Leider bleibt somit am Ende des Tages nur ein zäher Western mit einem überraschenden Ende über. Reitet lieber an dieser Ranch vorbei, ihr Cowboys und Cowgirls!

JULIAN GABELUNKE

Titel: PLACE OF BONES
Regie: Audrey Cummings
Label: Tiberius
Land/Jahr: USA 2023
Laufzeit: ca. 93 Min.
FSK: 16

PLACE OF BONES, Corin Nemec, Brielle Robillard, Heather Graham, western, drama

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