
Viel Ärger
Mit „Black Dynamite“ bewies Michael Jai White seine tiefe Liebe zum Blacksploitation-Kino. Seine Interpretation von TROUBLE MAN hat – abgesehen vom Titel – mit dem Original von 1972 wenig gemein. Die größte Übereinstimmung: in beiden Filmen spielt der Hauptdarsteller einen Problemlöser.
Michael Jai White verkörpert einen Ex-Cop und Leiter einer Sicherheitsfirma, der eine verschwundene Sängerin finden soll. Dabei wird er in ein tödliches Komplott verwickelt. Wie man es von ihm gewohnt ist, kämpft sich der Martial-Arts-Star gekonnt mit Händen und Füßen aus der Misere.
Optisch darf man jedoch keine Wunder erwarten. TROUBLE MAN ist ein Low-Budget-Film und das sieht und hört man auch. Kaltes Licht und kahle Sets stehen im Konflikt zum Charisma von White. Die musikalische Untermalung kann mit dem genialen Soundtrack des Originals nicht mithalten. An den Spezialeffekten werden immerhin B-Movie-Fans ihre Freude finden – Besonders das Finale vor einer CGI-Fototapete muss man fast gesehen haben.
Und doch hat auch dieser TROUBLE MAN seine Stärken. Der überraschend großzügig ausgeschenkte Humor trifft ins Ziel, genauso wie die Kampfkunst von Michael Jai White. Letztendlich ist TROUBLE MAN kein „Black Dynamit“, aber unterhaltsame Abendunterhaltung für Blackploitation-Nostalgiker und B-Movies Fans.
KAI STERNBERG
Regie: Michael Kai White, Methode Man, Levy Tran und weitere
Label: Tiberius Film
Land/Herstellungsjahr: USA 2025
Laufzeit: ca. 92 Min.
FSK: ab 12
Extras: Keine
Blacksploitation, Michael Jai White
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