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Ein Monster unterm Bett

Gibt es Monster unterm Bett und Drachen wirklich? Diesen Fragen spürt Bryan Fullers DUST BUNNY nach. Die Antwort ist ein Werk, dass irgendwo zwischen düsterem Märchen, Actiontrip und Fiebertraum pendelt.

Bryan Fuller schrieb sich bereits in den späten 1990er-Jahren mit herausragenden Episoden für „Star Trek: Voyager“ und „Star Trek: Deep Space Nine„ in die Herzen vieler Science-Fiction-Fans. Später entwickelte er mit „Hannibal“ und „American Gods“ zwei stilprägende Erfolgsserien, die bewiesen, wie außergewöhnlich Fullers Gespür für Atmosphäre, groteske Bilderwelten und ungewöhnliche Figuren ist. Mit DUST BUNNY wagt er nun den nächsten Schritt: seinen ersten Kinofilm als Regisseur. Und der fällt erwartungsgemäß alles andere als gewöhnlich aus.

Im Mittelpunkt steht die zehnjährige Aurora (Sophie Sloan), die fest davon überzeugt ist, dass unter ihrem Bett ein Monster lebt. Als wäre das nicht verstörend genug, behauptet sie zudem, gesehen zu haben, wie ihr geheimnisvoller Nachbar (Mads Mikkelsen) einen Drachen getötet hat. Kurz darauf verschwinden auch noch ihre Pflegeeltern spurlos. Ausgerechnet an den verschlossenen Nachbarn wendet sich Aurora nun mit einer dringenden Bitte: Er soll das Monster unter ihrem Bett töten.

DUST BUNNY wirkt dabei wie eine bizarre Mischung aus „Léon – der Profi“, „John Dies at the End“ und stellenweise sogar „John Wick“. Das funktioniert über weite Strecken erstaunlich gut. Vor allem der starke Cast – zu dem auch Sigourney Weaver gehört –, der atmosphärische Soundtrack und die eindrucksvolle Visualisierung sorgen immer wieder für echte Höhepunkte.

Woran der Film jedoch spürbar scheitert, ist das große Ganze. Fuller inszeniert viele faszinierende Einzelmomente, verliert sich dabei aber zunehmend in Tonwechseln und Ideen, die nicht immer sauber zusammenfinden. So bleibt DUST BUNNY am Ende vor allem eines: ein faszinierendes, manchmal brillantes, aber eben auch unfertiges Regiedebüt.

FLORIAN TRITSCH

Titel: DUST BUNNY
Regie: Bryan Fuller 
Label: LEONINE
Land/Herstellungsjahr: USA 2025 
Laufzeit: ca. 106 Min.
FSK: ab 16
  • Erstellt am .