Kampf der Eingemeindung
Die Kultserie ...UND DIE TUBA BLÄST DER HUBER führt uns zurück in die 80er und zeigt, was passiert, wenn man Bayern zu Reformen zwingen will.
Im kleinen Dörfchen Dürling ist die Stimmung im Keller, die traditionsbewussten Einwohner mussten zusehen, wie ihre kleine Ortschaft eingemeindet und schließlich der Stadt Geißbach überstellt wurde. Insbesondere die Mitglieder des ortsansässigen Musikvereins wehren sich mit Händen und Füßen gegen die „feindliche Übernahme“ und wollen partout keine Stadtkapelle sein.Tubaspieler Huber und Kapellmeister Blasisus rufen daher zur Revolution auf und mobilisieren ihre Mitbürger zum Widerstand – und das nicht nur am Blasinstrument!
...UND DIE TUBA BLÄST DER HUBER ist eine der ersten bayerischen TV-Sendungen, die sich über mehr als eine Saison hat halten können und in der Region des Weißwurstäquators inzwischen Kult erlangt hat.
Die Wahl der Themen könnte dabei kaum klischeehafter sein, denn des stolzen Bajuwaren Tradition ist in Frage gestellt, ein Hauch von Großstadt fegt über das Land, und eine Truppe erzkonservativer Bürger kämpft mit den sinnbildlichen Mistgabeln gegen die Verdrängung langjährig etablierter Werte: Ja, darüber habt man bereits zu Beginn der 80er herzlich gelacht, und selbst wenn die Serie ob der manchmal etwas sehr schlichten Darstellung ein wenig überholt wirkt, muss man auch 45 Jahre später noch ab und an schmunzeln, wenn jenseits der Alpen mal wieder die Verhältnisse gerade gerückt werden.
Die Serie wird nach einer gefühlten Ewigkeit nun endlich auch auf DVD veröffentlicht und dürfte manchen Nostalgiker noch einmal vor das TV-Gerät locken. Die Zielgruppe mag zwar begrenzt sein, dürfte sich aber von ...UND DIE TUBA BLÄST DER HUBER dennoch sehr gut unterhalten fühlen.
BJÖRN BACKES
Regie: Georg Lohmeier
Label: Pidax
Land/Jahr: Deutschland 1981
Laufzeit: ca. 319 Min.
FSK: ab 6
Extras: keine
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