
Es gibt noch Asylum-Momente
The Asylum: Die Produktionsschmiede ist berühmt-berüchtigt für ihre Filme. Geliebt oder gehasst – dazwischen gibt’s nichts. Wer sich zu Letzterem zählt, kann getrost hier aufhören zu lesen. Der Rest wundert (freut?) sich, dass es wieder einen Qualitätssprung gab. Streckenweise blitzt der von Fans vergötterte „Asylum-Moment“ durch, ansonsten fühlt man sich meistens in einem x-beliebigen C-Movie wieder.
Längst vorbei sind die Zeiten kalkuliert beschissener Hai-Action mit Tornados, der Bogen wurde überspannt, Geld verdienen mit bewusst inszeniertem cineastischem Müll ist schwer geworden. Was hilft? An der Qualitätsschraube zu drehen. Das Ergebnis sind zahnlose Wirbelfische, ein halbwegs anständiges Drehbuch und Darsteller, die eine Ausbildung an einer Schauspielschule erfolgreich abgeschlossen haben dürften.
| Damit wurde The Asylum berühmt: Lasst Haie regnen |
An Bord eines Kampfschiffes (mit Gästekabinen) eröffnet eine Mutter ihrer Tochter, das Erbe des toten Vaters aufgelöst zu haben. Doch dieser Ausdruck von Midlife-Crisis gefällt der Postpubertären mal so gar nicht. Man trennt sich im Streit, während kleinkriminelle Crewmitglieder versuchen, die Kabine der zwei Frauen auszuräumen. Ein Hai funkt dazwischen, als Mutter und Tochter die ertappten Typen zur Rede stellen wollen. Die Tochter und ein handsome Dieb gehen über Bord. Ein anderer wird von Haien gefrühstückt. Die junge Frau und der mit einem schlechten Gewissen geplagte Kleptomane finden sich anschließend auf einer Sandbank wieder. Doch das Wasser steigt, die Haie bekommen mehr Appetit und die Insel schrumpft. Mutti und Schiffsbesatzung versuchen, die beiden mitten im feuchten Nirgendwo zu lokalisieren …
MARCUS CISLAK
Regie: Mario N. Bonassin
Label: Tiberius Film
Land/Herstellungsjahr: USA 2025
Laufzeit: 85 Minuten
FSK: ab 16
Verkaufsstart: Veröffentlicht
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