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Eine wahre Kämpfergeschichte

THE SMASHING MACHINE bekam vorab viel Applaus – aber reicht das? Der Film zeigt Dwayne Johnson ungewohnt ernst und blickt hinter die Fassade eines MMA-Helden, der im Ring siegt, privat jedoch immer stärker ins Wanken gerät.

15 Minuten ununterbrochener Applaus – das waren die ersten Lorbeeren in Venedig beim Filmfest für Dwayne „The Rock“ Johnson in THE SMASHING MACHINE. Ein Start als echter Charakterdarsteller? Das Biopic erzählt vom US-amerikanischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Mark Kerr. Er war vor allem in den späten 90er Jahren, die der Film zeigt, in verschiedenen internationalen Kampfligen erfolgreich, darunter die berühmte UFC.

Natürlich liegen Muskelprotz-Rollen dem ehemaligen WWE-Star Johnson im Blut, das ist schon seit Jahren so. Hier schielt er aber augenscheinlich durch eine dramatischere Rolle auf eine Oscar-Nominierung als Hauptdarsteller. Das wirkt ambitioniert, angestrengt gar mitunter, aber das liegt nicht bloß am Darsteller. Die für den Film eigentlich zentrale Dynamik zwischen Kerr und seiner Partnerin Dawn Staples (solide gespielt von Emily Blunt) wird uns einfach vorgesetzt wie lauwarme Mikrowellen-Makkaroni. Auch Kerrs wachsende Abhängigkeit von Opioiden wird alles andere als subtil eingeführt. Die vergleichsweise moderate Laufzeit bot Regisseur Safdie wohl zu wenig Raum fürs Graduelle. Dabei plätschert der Film meist auf unspektakulärer Temperatur vor sich hin. Die zwei entfallenen Szenen, als Extras auf der Blu-ray enthalten, hätten daran auch nichts geändert.

Kein Meisterwerk, das man gesehen haben müsste.

FRANK KALTOFEN

Titel: THE SMASHING MACHINE
Label: Leonine
Land/Jahr: USA 2025
FSK & Laufzeit: ab 12, ca. 123 Min.
Verkaufsstart: veröffentlicht

 

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