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09. September 2026


Von: PETER ELWE

Ninja-Cheerleader beim Strippwettbewerb?

Zugegeben der Titel NINJA CHEERLEADERS hält, was er verspricht. Um noch etwas zu finden, was man an dem Film von David Presley lobend erwähnen könnte, müsste man schon sehr lange suchen. Denn von den ungelenken Kampfszenen über die unterirdischen Darstellerinnen bis zu der so schlecht erzählten wie albernen Geschichte ist hier im Grunde gar nichts gelungen.

April, Courtney und Monica sind seit ihrer Kindheit die besten Freundinnen. Nun studieren sie gemeinsam am Lomas Malas Gemeinschaftscollege und möchten danach auf die Eliteuniversität Brown. Da alle drei nicht nur die schönsten Frauen der Stadt sind, sondern auch außergewöhnlich intelligent müssen sie nicht allzuviel lernen. Daher vertreiben sie sich die Zeit mit Cheerleading und lassen sich von Hiroshi in die Kunst des Ninjakampfsports einweisen.

Allabendlich strippen die drei im Striplokal ihres Kampfsporttrainers, um das nötige Geld auf das Studium an der Eliteuniversität zu verdienen – in einem halben Jahr haben sie bereits 200.000 Dollar zusammen. Doch nun wird ihr Trainer und Arbeitgeber von der Mafia entführt. Natürlich machen sie sich sofort daran, ihn zu retten. Keine leichte Aufgabe, denn gleichzeitig müssen sie noch die Abschlussprüfungen bestehen, das Basketballteam anfreuern und einen Strippwettbewerb gewinnen, der mit 50.000 Dollar dotiert ist …

Kurz gesagt, man hat es hier nicht unbedingt mit einer Handlung zu tun, die das Leben schreibt oder wenigstens irgendwie halbwegs sinnvoll daherkommt. Auf der anderen Seite, wird vermutlich niemand bei einem Titel wie NINJA CHEERLEADERS einen intellektuellen Kunstfilm für das Feuilleton erwarten, sondern einige gelungene Fights, ein paar Aufnahmen für die Freunde weiblicher Anatomie und eine halbwegs unterhaltsame Geschichte. Doch diese Erwartungen löst der Film von David Presley, der hier zum ersten Mal einen Spielfilm in Szene setzte, leider nur bedingt ein.

Die Geschichte wird zwar schnell voran getrieben, gleichzeitig jedoch derart schlecht erzählt, dass es deutlich mehr nervt anstatt zu unterhalten. Von der fehlgeleiteten unchronologischen Erzählweise, mit der Presley offenbar an Tarantino erinnern will, bis zu den unsinnigen Zwischenschnitten auf die immer gleiche, in der Handlung ansonsten nicht vorkommende Stripperin, wirkt der vollkommen Laienhaft.

Der Eindruck man hat es hier mit einem Amateurvideo zu tun, wird durch die billigen Sets und noch billigeren Kostüme noch verstärkt. Umso erstaunlicher ist es, dass es Presley gelang mit „Star Trek“-Veteran George Takei und Michael Paré („Operation Olympus - White House Taken“) zwei bekannte Gesichter vor die Kamera zu locken. Doch wirklich aufwerten können die beiden den Film, trotz zumindest routinierter Leistungen, auch nicht. Was nicht nur an den unsinnigen Sachen liegt, die sie das Drehbuch sagen lässt, sondern auch daran, dass die beiden nur wenig Raum bekommen.

Denn NINJA CHEERLEADERS fokussiert sich natürlich voll und ganz auf die Drei Hauptdarstellerinnen Ginny Weirick („The Hit List“), Maitland McConnell („Heiße Bräute lieben warme Jungs“) und Trishelle Cannatella („Melvin Smarty“). Dass bei deren Verpflichtung die darstellerischen Talente sicherlich nicht im Vordergrund stand merkt man recht schnell, denn Schauspielen kann keine von ihnen. Und auch in puncto Kampfkunst können sie nicht überzeugen, ihr ständiges kicken und fuchteln, dass Presley als Ninjakunst ausgeben will, wirkt eher wie eine Gruppe Kindergartenkinder, die ihre Lieblingsszenen aus „Turtles“nachspielen.

Höchstens Fans von Aufnahmen weiblicher Anatomie werden noch den einen oder anderen Szene Freude haben. Und selbst denen sei von dem Film abgeraten, denn ungelenke Kampfszenen, überforderte Hauptdarstellerinnen und die mehr als alberne Geschichte, rechtfertigen knapp 80 Minuten vergeudete Lebenszeit in keinster Weise.

Titel: NINJA CHEERLEADERS
Land/Jahr USA 2011
Label: Best Entertainment
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 79 Min.

 

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