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03. September 2026

Von: SEBASTIAN „RADU“ GROSS

Gamescom 2026

Es gibt Konstante im Leben, auf die freut man sich jedes Jahr. Die Gamescom gehört für mich definitiv zu den Jahreshighlights, die mir immer wieder Gänsehaut, Überraschungen und Herzblut beschert. Vorhang auf für die Gamescom 2026!

Es gibt Konstante im Leben, auf die freut man sich jedes Jahr. Die Gamescom gehört für mich definitiv zu den Jahreshighlights, die mir immer wieder Gänsehaut, Überraschungen und Herzblut beschert. Vorhang auf für die Gamescom 2026!

Um es gleich vorwegzunehmen; es wird dieses Mal emotional und das aus mehreren Gründen. So startet die Gamescom dieses Jahr unter perfekten Voraussetzungen; gut durch den Verkehr gekommen, Haupttermin gebucht und Geld für Merchandise zusammengekratzt. Ohne lange Umschweife geht es dann direkt in die Entertainment Halle.

Wichter 3 DLC- Songs of the Past

Direkt zu Beginn der Gamescom schafft es die erste Gruppe Witcher Fans geschlossen in die Präsentation, bei der die Demo angespielt und auch kommentiert wird. Hand aufs Herz: innerlich hätte ich nach dieser Präsentation direkt wieder nach Hause fahren können, denn besser kann es (fast) nicht mehr werden. Auf einer riesigen Leinwand sehen wir, nach jahrelanger Abstinenz, Geralt wieder und die Audienz jubelt bereits bei der ersten Kameraeinstellung. Es ist erstaunlich, wie man die Magie eines 11 Jahren alten Spiels innerhalb eines Augenblicks direkt in den Moment transportieren kann, aber es funktioniert. Geralt wacht nach einer durchzechten Nacht vom Belleteyn (bei uns das Maifest) auf einer Wiese auf. Auf der Suche nach seinem Freund Rittersporn findet er dessen Laute bei einem versoffenen Gast, der diese (mehr oder weniger freiwillig) Geralt übergibt. Im Anschluss daran spaziert, reitet und fährt Geralt mit dem Boot durch die neue Spielwelt Letten, die fernab vom Krieg mit Nilfgard noch unberührt und idyllisch ist. Unterwegs treffen wir Dorfbewohner, die uns grüßen, sich untereinander streiten oder einfach nur ihrem Tagwerk nachgehen. Hier hat CD Projekt großen Wert darauf gelegt, dass der Tagesablauf der NPC´s authentischer gestaltet wird. So können sie jetzt beispielsweise Reiten, Schiffe nutzen und Gwent spielen. Auch Tiere gibt es in der Demo zu sehen, wobei man Hunde auch streicheln kann. Grafisch sieht alles sehr glattpoliert aus, was daran liegt, dass am 29. September 2029 die remasterte Version von Witcher 3 erscheint. Fanservice in Perfektion: alle Besitzer des Originalspiels erhalten sowohl das Remaster, als auch beide zugehörigen DLC´s („Heart of Stone“ und „Blood and Wine“) kostenlos dazu! Darin eingebettet läuft „Songs of the Past“ butterweich und zaubert herrliche Lichteffekte, atemberaubende Spiegelungen im Wasser und authentische Landschaften auf den Bildschirm.

Zurück zur Handlung: Geralt sucht seinen Freund Rittersporn in dessen Anwesen (Faktencheck: Rittersporn entstammt einem adligen Geschlecht und sein richtiger Name ist Julian Alfred Pankratz Vicomte de Lettenhove) und trifft auf dessen Großmutter Astrida, die einen Zwist mit ihm zu haben scheint. Auch Rittersporns Cousine Lilla ist anwesend und macht sich Sorgen um seinen Verbleib. Während Astrida sich keine Sorgen zu machen scheint, so kommt für Lilla bald die Vermutung auf, dass er sich im Garten der Dornen aufhalten könnte. Um diesen Garten rankt sich eine düstere (Familien-)Legende, die wir hier aber nicht weiter spoilern wollen. Stattdessen reiten wir mit Geralt und Lilla in besagten Garten und begegnen in der Demo einigen Gegnern, bei der Geralt sein gesamtes Repertoire an Hexenkunst zeigt. Bekannte Hexerzauber und sein Silberschwert sind bereits bekannt. Neu ist eine Kette, die er um seinen Arm trägt, mit der er Gegner an sich heranziehen und teilweise auch spektakuläre Finishing Moves ausführen kann (lieben Gruß an Scorpion von Mortal Kombat). Hier wurde beim Remaster auch das Kampfsystem gehörig aufgewertet, denn die Kämpfe laufen flüssig, sehen dynamisch aus und sind in der Demo spannend anzusehen. Dann bekommen wir auch einen Bosskampf zu sehen, bei dem sich ein wichtiger Teil der Geschichte und auch die Herkunft des dritten Schwertes auf dem Titelbild des DLC enthüllt wird. Über den Inhalt müssen wir Schweigen, aber so viel sei gesagt: es geht um Familie, spannende Geschichten und die Beziehung zwischen Geralt und Rittersporn soll (laut CD Projekt) erklärt werden und eine neue Tiefe erreichen. Nach Abschluss ertönt frenetisches Klatschen und auch einige Freudentränen sind zu sehen. Es ist ein Erlebnis zu spüren, das eine Geschichte und einige Charaktere einen nicht loslassen, egal ob in Buchform, als Film oder Computerspiel. Geralt kann auf alle drei Medien zurückblicken und seine Rückkehr dürfte der beste Beweis sein, dass Computerspiele nicht nur ein knallhartes Business und ein großer Absatzmarkt, sondern eine Herzensangelegenheit ist, die bereichert und echte Emotionen noch viele Jahre lang nachhallen lassen kann.

Mattel

Sichtlich euphorisch nach dieser Demo stolpere ich mehr oder weniger planlos durch die Gamescom, weil die Bilder und Emotionen erstmal sacken wollen. Dabei entdecke ich von Mattel einen großen Stand mit Figuren, Legokästen und Statuen rund um Masters of the Universe. Ich könnte jetzt pausenlos über meine Liebe zu Eternia losschreiben, halte mich aber bewusst zurück. Stattdessen staune ich über die Actionfiguren, Lego Bausätze und natürlich die He Man und Skeletor Statue am Eingang.

Merch or Die

Es sind auch viele langersehnte Spiele am Start wie „Dawn of the Bloodwalker“ (wird in wenigen Tagen veröffentlicht) oder „Tides of Annihilation“ (leider zu voll). Auch gab es eine Präsentation zu „Silent Hill Townfall“, die leider zu voll war. So leere ich freiwillig meinen Geldbeutel in der Merchandise Halle aus. Mit am Start war auch wieder ARS Fantasio, deren Kunstdrucke sowohl Bilder, als auch als Mousepads immer der Endgegner für meinen Geldbeutel sind. Egal, ob Ciri im Cyberpunk Stil, klassische Gemälde mit Star Wars Motiven oder hochwertige und individuelle gerahmte Leinwände, hier werde ich immer fündig und upgrade konstant mein Arbeitszimmer mit neuen Motiven. Ganz große Leidenschaft von mir: große Mousepads zum Gebrauch bzw. zum Einrahmen für die Wand. Auf der Gamescom kann man da gut stöbern, aber auch die Homepage macht da einiges her.

Erstmalig auf der Gamescom waren Grumpygeeks mit ihren individuellen Shirts am Start. Gerade im Detail machen die Shirts einiges her; da wird mal eben ein Motiv der Nazgul als Plattencover verwendet, die Abkürzung D.R.A.G.O.N.S (Dice Rolling And Gathering Overzealous Nerds Society) mit coolem Cover inszeniert oder auch aus einem klassischen Rockershirt ein „Khazad Dum Miner´s Club“ gemacht. Eigenwilliger Humor, der bei mir jedoch direkt ins Schwarze trifft. Ich mag authentische Sachen, wenn sie angelehnt an meine Lieblingsspiele, Bücher oder Filme sind. Daher gehe ich auch breit grinsend mit 3 Shirts vom Stand weg, ehe es wieder in die Entertainment Area geht.

The Defiant

Durch Zufall stehe ich in der kürzesten Warteschlange und setze mich vor den Monitor, ohne zu ahnen, was da auf mich zukommt. The Defiant erzählt Geschichten von den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges in Form eines Ego Shooters. In Sachen Atmosphäre läuft das Spiel richtig gut, denn wir stürmen aus einem unterirdischen Bunker direkt an die Oberfläche und schießen uns den Weg durch das Schlachtfeld frei. Dabei ist man nicht der heroische Held, sondern wird direkt in das Kampfgeschehen hineingeworfen und muss zusehen, wie man damit klarkommt. Man kann zwischen zwei Waffen wählen, sollte rechtzeitig nachladen und am besten gut Zielen können. Untermauert wird das Ganze von einem fetten Soundteppich, während man den blutigen Schnee beinahe im Gesicht spürt, weil die Grafik sehr gut umgesetzt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass Ego Shooter Fans und Freunde des Kriegsszenarios hier sofort schockverliebt sein werden. Ich persönlich habe leider gleich zwei Probleme: erstens bin ich zu blöd (zu alt oder schlichtweg zu langsam) für diese Art von Spielen und so Sterbe ich mehr durch dien Landschaft, als dass ich eher Feinde besiege. Zum zweiten hat mir in meiner Kindheit/Jugend mein Opa zu viele Geschichten vom Krieg erzählt, die mich damals abschreckten. Als ich dann damals zum ersten Mal Medal of Honor: Frontline gespielt habe, nachdem ich den Film „Der Soldat James Ryan“ gesehen hatte, war das Thema Kriegssimulationen für mich endgültig vom Tisch. Lasst mich endlose Horden von Orks oder Aleins abschlachten, aber bei Kriegssimulationen bin ich raus. Dennoch freue ich mich für die Fanbase, die „The Defiant“ definitiv gewinnen wird.

Genigods: Nezha

Wir bleiben in der Kategorie „Spiele, für die ich zu blöd (oder alt oder zu langsam) bin. Eigentlich hat Genigods: Nezha eine sehr gute Ausgangsposition. Alte chinesische Mythologie ist aktuell neben Soulslikes Stammgast auf einigen Bildschirmen. Angereichert mit massiven Kombo Möglichkeiten, epischen Bosskämpfen und gutem Sounddesign. Dumm nur, dass es bei mir nach einigen Anläufen in ein Button Mashing Massaker endet, bei dem ich krampfhaft versuche, eine bestimmte Spezialattacke durchzuführen. Egal wie ich es drehe und wende; es funktioniert nicht und so lasse ich es (sträflicherweise) nach wenigen Minuten liegen. Leider habe ich auch nicht viel von der Geschichte erfahren, aber wenn man sich die Zeit dafür nimmt und oben genannte Vorzüge mag, sollte man es sich definitiv antesten.

Train Sim World 7

Zugführer aufgepasst, ihr bekommt neues Futter! Es wurde angekündigt und wir konnten schon mal Hand anlegen. Neue Strecken, neue Züge und vor allem Authentizität bei der Zugsimulation sind hier die Grundsteine, auf denen man baut. Neben originalgetreuen Strecken und Steuerungsmöglichkeiten, hat man hier sogar einen Zugang zur realen Welt gebaut: das Spiel ist mit einer Wetter App verknüpft, die das echte Wetter auf den jeweiligen Strecken simuliert und das Zugfahren entsprechend authentischer macht. Entsprechend spielt sich auch die Simulation, wenn man bei strahlendem Sonnenschein durch die Landschaft saust, oder bei starkem Schneefall vorsichtig die Gleise entlang gondelt (inklusive eingebauter Streusalzfunktion). In Sachen Details wimmelt es hier nur so von Möglichkeiten, aber auch der Fanservice ist hier wichtig; einmal bezahlt, bleiben sämtliche DLC´s (auch die vorangegangenen Teile) und Upgrades im Besitz des Spielers. Auch wurde der Wunsch der Fanbase gehört und endlich der langersehnte ICE 4 mit ins Programm aufgenommen. Einen umfangreichen Fotomodus und verschiedene Kameraperspektiven gibt es dabei auch, so dass man sich hier nach Herzenslust austoben kann.

Es ist bei mir schon Tradition geworden, dass ich meine Lieblingsarena (fast) bis zum Schluss aufbewahre. In der Indie Arena ist weniger los, kleinere Stände und viel mehr Gameplay, als in den größeren Hallen. Außerdem kann man hier unverhoffte Schätze entdecken, die man gar nicht auf dem Schirm hatte.

Gate Zero

Einmal im antiken Israel als Hirtenjunge im Stile von David spielen? Das kann man hier definitiv machen. Das Spiel soll in Action und Rätsel unterteilt sein, wobei ich das Rätseln erwischt habe. Mit meinem Hirtenstab überwinde ich Hindernisse oder schlage Gegner zu seltsamen, digitalen Klumpen. Mit der Steinschleuder kann ich sowohl Feuer in der Ferne entzünden, als auch Gegnern auf die Pelle rücken. Die Action funktioniert soweit gut, allerdings komme ich beim Rätseln irgendwann nicht weiter. Dennoch spielt sich das Game flüssig und die Atmosphäre versetzt mich schnell in die Welt des anfänglichen Christentums. Ich kann mir vorstellen, dass es hierzu auch eine interessante Geschichte gibt und dass noch sehr viel Potential in diesem Game schlummert. Allerdings hatte ich wahrscheinlich einfach nur ein (für mich) schlechtes Timing erwischt, in dem ich zu sehr mit anderen Games beschäftigt war, und Gate Zero dabei leider unterging. Sollte eine Demo verfügbar sein, würde ich es nochmal in Ruhe antesten.

ReBlade The Death Spiral

Was würde passieren, wenn Diablo und Sekiro ein Kind bekommen würden? Ein Hack´n Slay aus der Vogelperspektive mit Pariermechaniken und massenweise Loot ist hier definitiv im Fokus. Als verurteilter Synthetic ist man in ewigen Resets gefangen und die eigene Zerstörung steht bevor. Zum Storyverlauf kann ich nicht viel sagen, denn der Fokus liegt definitiv auf der Action und funktioniert extrem gut. Atmosphärisch hat man chinesische Mythologie in eine dreckige Cyberpunkwelt verfrachtet und hetzt abwechslungsreiche und schön designte Gegner auf uns. Die Frustschwelle ist bei weitem nicht so extrem wie bei Sekrio, aber die Spielmechanik aus Parieren, aufladbarer Angriff und Spezialattacken macht Spaß und motiviert. Die abwechslungsreichen Waffen und RPG Möglichkeiten in Formen von Chips runden das Ganze ab, so dass ich mich hier über einen echten Geheimtipp freuen konnte.

The Wolf Among Us Remastered

Auch hier spielt der Zufall mir in die Karten; noch nie vom Spiel gehört, keine Info, also direkt los und ran an den Monitor. Bereits in den ersten Sekunden wird klar: hier wird authentisch sein Ding durchgezogen. Grafik im Comicstil und erwachsene Themen werden hier sehr gut in Szene gesetzt. Jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen und so wird uns eine Krimigeschichte als Noir Adventure präsentiert, bei denen Märchenfiguren in die moderne Zeit transportiert wurden. Der Frosch mit seinen kleinen Kindern als garstiger Vermieter? Check. Der böse Wolf als Detektiv? Check. Ein garstiger Jäger, der eine Frau verprügelt? Kein Check, dafür gab´s in der Demo aufs Maul (Gruß an Gothic). Entscheidungen und Quick Time Events sind hier an der Tagesordnung, die man bei der packenden Atmosphäre auch mal fast vergisst. Erstaunlich, wie man mit so simplen Mitteln eine packende Geschichte in eine kleine Episode bringen kann, die mich immer noch nicht loslässt.

Resonance- A Plague Tale Legacy

Nach dem Witcher Auftakt dachte ich, es könnte keinen würdigen Abschluss für diese Gamescom mehr geben. Ich habe mich zum Glück geirrt. Die Plague Tale Serie nehme ich bereits sein Beginn an mit, obwohl Schleichen eigentlich so gar nicht meins ist. Dennoch hatten mich die Geschichte von Amicia und Hugo bis zum Schluss gefesselt und irgendwie auch von der Atmosphäre leicht an die Welt des Hexers erinnert. Genau diese Atmosphäre haben die Entwickler hier erneut hinbekommen und so staune ich bereits innerhalb weniger Minuten über die schöne Grafik, die gute Vertonung und vor allem über die Erzählweise der Geschichte. Unglaublich, wie schnell ich mich in den Charakter Sophia schockverliebt habe. Die Tatsache, dass statt Schleichen jetzt Kämpfen angesagt ist, untermauert meine Vorfreude nur noch. Die Kämpfe spielen sich schnell, dynamisch und spannend, während  jeder Charakter seinen Raum bekommt, um seine Persönlichkeit zu Entfalten. Man spürt das tonnenschwere Gewicht von vielen Geheimnissen, die es zu entdecken gibt. In der Demo soll ich einen Schlüssel zu einer Insel finden. Während eines Raubzugs bekomme ich eine Vision von einer Gladiatorenarena und verliere dabei fast mein Leben. Danach steht ein weitere Kampftutorial an, ehe die Anspielzeit leider schon vorbei ist. Ich bin mir sicher, dass Resonance definitiv schnell viele Fans finden wird und habe es mir direkt nach der Gamescom zugelegt und bin immer noch begeistert!

Fazit:

Das war die diesjährige Gamescom, die ich (wie jedes Jahr) für einen Tag mitnehmen konnte. Ich bin immer noch überwältigt von der schieren Masse an Möglichkeiten, die man hier geboten bekommt. Großes Highlight für mich war dieses Jahr definitiv die Demo zu Witcher 3- Songs of the Past, aber auch das Stöbern im Merch Bereich und das Entdecken von kleinen Perlen im Indie Bereich ist immer die Reise wert. Fotos machen, Cosplayer bei der Arbeit zuschauen und einfach locker mit einigen Leuten ins Gespräch komme sind ebenso Bestandteil, wie Goodies abstauben und 22.000 Schritte an einem Tag durchjagen. Natürlich gibt es auch Schattenseiten, mit denen man klarkommen muss; 20 Euro Parkgebühren nah an dem Gebäude, oder auch mal 9 Euro für ein kleines Stück Pizza oder 9 Euro für eine 5 Minuten Terrine Alternative ( nennt sich Niom Niom Ramen, ist aber auf pflanzlicher Basis und mit viel Protein), aber unterm Strich sind dies alles Details, mit denen ich sehr gut leben kann. Letzten Endes ist die Gamescom für mich wie ein kleiner Urlaub, für den ich auch das ganze Jahr über spare und dann auch beim (umfangreichen) Cateringangebot nicht jeden Euro umdrehe. Wenn man alle Tage mitnimmt, bekommt man sogar massenweise Shows, die Chance Jugendidole zu treffen (40 Jahre Chris Hülsbeck) und sehr viele Eindrücke mit. Für mich persönlich ist die Gamescom jedes Jahr ein Highlight, das eine ganz eigene Magie hat. Als es letztes Jahr einen tragischen Trauerfall in meinem engsten Freundeskreis gab. war es genau diese Veranstaltung, bei der ich mich zum ersten Mal wieder Entspannen und freuen konnte. Gerade in den ersten Minuten laufe ich staunend und mit großen Augen wie ein Kind durch eine Schokoladenfabrik und bin einfach nur glücklich. Natürlich hat sowas auch seine Schattenseiten (allen voran lange Warteschlangen vor seinen Games, die man antesten möchte), aber die Tatsache, dass man einmal im Jahr ein so großes Angebot für seine Leidenschaft und die Möglichkeit bekommt, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, ist für mich eine Konstante, auf die ich mich jedes Jahr wieder freue. In diesem Sinne: danke Gamescom und wir sehen uns 2027!

Sebastian Radu Groß

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