22. Oktober 2026
Beat, Heart, Beat – Chaotischer Rhythm-Spaß
Rhythm-Games haben in all den Jahren viele Wandel durchgemacht und sich an einigen Musik-Genres abgearbeitet. Nun ist mit BEAT, HEART, BEAT das Nischen-Genre Midwest Emo dran, was sicher einige Wenige aufhorchen lässt. Doch glänzt das Early-Access-Spiel von The Wacy nicht nur durch seine sehr eigene Musikauswahl, sondern vor allem auch durch seine surreale Optik und Erzählweise.

Eine bröckelnde Psyche und ein welkendes Herz: Dies ist der Ausgangspunkt für das musikalische Abenteuer, welches die Hauptfigur Peccori in BEAT, HEART, BEAT erwartet. In wirren und teils chaotischen Dialogen geht es um Gefühle, Ängste und das Bekämpfen dieser. Dabei steht nicht nur Peccori im Mittelpunkt, sondern auch etliche Gefährten, die sich der wilden Reise anschließen. Viel mehr ist zu diesem Zeitpunkt auch noch gar nicht zu sagen, da das Spiel sich noch im Steam Early Access befindet und der Story Mode bei aktuell 30 % liegt, laut der Entwickler.

Der wichtigste Punkt und vor allem der Kern eines jeden Rhythm-Games ist selbstverständlich das Gameplay. In BEAT, HEART, BEAT laufen die Level in Autoscroller-Manier von links nach rechts ab, und während ihr dabei Hindernissen ausweicht, müsst ihr vor allem die Gegner im Takt zur Musik erwischen. Dies passiert über das Drücken von Richtungstasten. Was anfangs noch simpel wirkt, entwickelt sich schnell zu einer richtigen Herausforderung. Denn die Songs und deren Geschwindigkeit haben es in sich. Das Gefühl, durch ein Level zu spielen und dabei alle Töne zu treffen, ist großartig und die Lernkurve ist äußerst motivierend.

Die große Besonderheit von BEAT, HEART ist die Musikauswahl. Die aktuell 15 Stages sind musikalisch mit einem Midwest-Emo-Soundtrack untermalt, einem Musik-Genre, welches bisher nicht viel in Rhythm-Games vertreten ist. Hierbei sind Bands dabei wie die Daisy Circuit, welche eine monatliche Hörerschaft von unter 100 Personen haben. Doch davon sollte man sich nicht blenden lassen, denn die Songs sind spitze und hier können wahre musikalische Perlen entdeckt werden. Zusätzlich passen die Songs sehr in die abstruse Spielwelt und den einzigartigen Stil von BEAT, HEART, BEAT.
Dieser ist nämlich alles andere als gewöhnlich und für manch eine Person vielleicht sogar etwas drüber, aber auf eine ganz besondere Weise schafft es das Spiel, mit einer Mischung aus einem kollagenartigen 2D-Stil, 3D-Elementen und Full Motion Videos ein Gesamtbild zu generieren, bei dem trotzdem alles passt und nie vom Wesentlichen, dem Spielverlauf innerhalb eines Songs, ablenkt.

Insgesamt ist BEAT, HEART, BEAT ein Kunstwerk und gleichzeitig ein gut funktionierendes, spaßiges Rhythm-Game. Aktuell bietet es im Early Access 15 Level und zwei Schwierigkeitsgrade, die es erst mal zu meistern gilt. Durch einen Level-Editor und den Steam Workshop gibt es auch für die Community Möglichkeiten, eigene Songs einzufügen, und dadurch wächst das Spiel kontinuierlich. Wer seinen Musikhorizont erweitern will oder eh schon im Strudel des Midwest Emo gefangen ist, sollte zugreifen. BEAT, HEART, BEAT ist ein wahres Juwel. Ein voller Release einer Version 1.0 soll innerhalb des nächsten Jahres erscheinen.
Titel: BEAT, HEART, BEAT
Plattform: Microsoft Windows (Steam)
Publisher: The Wacy
USK: 12
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