Wenn das Pendel ausschlägt: Dieser Okkult-Thriller zwingt dich selbst in die Dunkelheit
Ein verschwundener Vater. Eine Insel voller okkulter Spuren. Und ein Pendel, das mehr enthüllt, als einem lieb ist. THE OCCULTIST startet mit einer spielbaren Demo beim Steam Detective Fest – und macht unmissverständlich klar: Hier wird nicht nur ermittelt. Hier wird überlebt.
Vergesst passives Gruseln. THE OCCULTIST ist kein Filmabend mit Popcorn und sicherem Abstand zur Leinwand. Es ist ein Spiel, das dich zwingt, selbst nachzusehen. Selbst zu zweifeln. Selbst die nächste Tür zu öffnen – auch wenn dein Instinkt laut „Nein“ schreit.
Beim Steam Detective Fest ist erstmals eine umfangreiche Demo des lang erwarteten Spiels verfügbar. Und die zeigt nicht nur ein paar lose Szenen, sondern große Teile des Eröffnungskapitels. Ihr schlüpft in die Rolle des paranormalen Ermittlers Alan Rebels, der in seinem Beruf schon vieles gesehen hat. Doch dieser Fall verlangt ihm alles ab.
Das Ganze fühlt sich weniger nach verkopftem Mystery-Drama an, sondern eher wie eine spielbare Version von John Sinclair – nur ohne Heftformat und mit deutlich höherem Puls.

Denn diesmal ist es persönlich
Im Mittelpunkt steht Alan Rebels. Ein Mann mit einem Auftrag: ruhelose Seelen „auf die andere Seite“ zu bringen. Doch für seinen aktuellen Fall muss er ein privates Problem lösen: sein Vater Gabriel verschwunden und die Spuren führen direkt nach Godstone, eine verlassene Inselstadt, in der Gewalt, Geheimnisse und Schuld wie dichter Nebel zwischen den Häusern hängen. Statt Antworten findet er Spuren okkulter Rituale, verstörende Fragmente einer Vergangenheit und Hinweise, die eher flüstern als sprechen.
Das Werkzeug von Alan ist ein Pendel. Kein Gimmick. Kein Deko-Accessoire. Mit ihm spürt ihr verborgene Symbole auf, macht blutige Spuren sichtbar und entdeckt okkulte Artefakte, die eng mit der Geschichte der Stadt – und mit den Taten seines Vaters – verwoben sind. Dinge, die ohne euer Zutun unsichtbar bleiben würden.
THE OCCULTIST belohnt Aufmerksamkeit. Wer nur durchläuft, verpasst Details. Wer innehält, entdeckt Zusammenhänge. Jede Spur kann Konsequenzen haben. Jede Entdeckung verändert die Atmosphäre ein Stück mehr.
Das Gefühl, beobachtet zu werden, ist keine Einbildung. Godstone scheint euch im Blick zu behalten. Fenster wirken wie Augen. Geräusche wie Warnungen. Und irgendwann reicht ein einziges Knacken im Gebälk, um den Puls in Bereiche zu treiben, die sonst Bosskämpfen vorbehalten sind.
Routiniers treffen auf junge Wilde
Herausgegeben wird THE OCCULTIST von Daedalic Entertainment. Ein Name, der über viele Jahre mit Adventures wie „Edna bricht aus“, „The Whispered World“ und „Deponia“ zu einem prägenden Impulsgeber der deutschen Spielelandschaft wurde. Heute versteht sich das Unternehmen als Plattform für Indie-Studios mit Vision – und bringt deren Projekte auf die großen Bühnen von PC und Konsole.
Diesmal steht das noch junge Entwicklerstudio DALOAR im Rampenlicht. Gegründet 2021, mit starkem Hintergrund in 3D-Technologien und Game-Design, setzen sie klar auf immersive Spielerlebnisse. Und das merkt man. Jede Umgebung wirkt durchdacht. Jede Lichtquelle hat eine Funktion. Jeder Schatten scheint Absicht zu sein.

Fazit: Folgt den Spuren
THE OCCULTIST setzt auf langsamen Aufbau statt billiger Schockeffekte. Auf Atmosphäre statt Dauerfeuer. Auf psychologischen Druck statt plakativer Monsterparade. Das Ergebnis ist eine Jagd, die daran erinnert, wie verletzlich First-Person-Horror sein kann – fast so klaustrophobisch wie die frühen Momente in „Silent Hill 2“, nur mit moderner Präzision inszeniert.
Die Demo ist ab sofort auf Steam spielbar und Teil des Steam Detective Fest. Das vollständige Spiel erscheint im zweiten Quartal 2026 für PlayStation 5, Xbox und PC. THE OCCULTIST kann sofort auf PlayStation 5 und Xbox vorbestellt werden. Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Website des Spiels: https://www.theoccultist-game.com.
FLORIAN TRITSCH