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Der Rollenspieler

Im Interview erzählt Fantasy-Autor Torsten Weitze alles über sein neuestes Werk DIE FEUER DER FINSTERWACHT. Außerdem gibt er Einblicke in seinen kreativen Schreiballtag, die Zusammenarbeit mit seinem Co-Autor Bernhard Hennen und seine langjährige Passion für Rollenspiele.

Welche Autoren oder Bücher haben dich am meisten beeinflusst und aus welchem Grund?

Natürlich Tolkien – „Der Herr der Ringe“ war das erste Fantasybuch, dass ich je gelesen habe – aber vor allem auch David Eddings mit seiner Belgariad-Saga. Die klassische Heldenreise hat es mit sehr angetan.

Am 31. Mai erscheint dein neuestes Buch DIE FEUER DER FINSTERWACHT. Die Geschichte basiert auf dem Rollenspielklassiker „Das Schwarze Auge“ – welche Bedeutung haben Rollenspiele für dich?

Hm, ein sicherer Hafen kommt mir da als ersten in den Sinn. Meine Schulzeit war … nicht leicht für mich und ein guter Pen and Paper Abend mit Freunden half mir, meine Batterien aufzuladen und meine Kreativität auszuleben. Im Rollenspiel – allen voran in „Das Schwarze Auge“, denn dies war mein erstes Pen-and-Paper-System – habe ich meine kreativen Wurzeln. Das Ausarbeiten von Kampagnen für meine Spielrunde waren meine ersten Schritte in Richtung Weltenbau.

Torsten Weitze  (Foto © Axel Juseseit)

Was kannst du uns über die Geschichte erzählen?

DIE FEUER DER FINSTERWACHT erzählt die Geschichte von Haldana, einer Schmugglerin, ihr Part wurde von Bernhard Hennen geschrieben, und Gramosch, einem Zwerg, der aufgrund von mangelndem Handwerktalent aus seiner Binge geflogen ist – der arme Kerl entstammt meiner Feder. *lacht*
Zusammen zieht das ungleiche Duo durch ein vom Krieg bedrohtes Land und soll dabei eine Gruppe von Schauleuten beschützen, während diese die Türme der Finsterwacht bereisen, um die Moral der dortigen Soldaten zu stärken. Natürlich geht auf dieser Reise so einiges schief …

Du hast den Roman ja nicht alleine verfasst, sondern gemeinsam mit Bernhard Hennen. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Bernhard wusste um meine enge emotionale Verbindung zu „Das Schwarze Auge“. Als er mich fragte, ob ich mit ihm zusammen einen Roman in der Welt Aventurien schreiben will, konnte es nur eine Antwort geben. *lacht*

Wie sieht ein typischer Schreibtag für dich aus? Hast du eine bestimmte Routine oder Vorgehensweise?

Oh ja. Ich beginne gegen 23.00 Uhr und schreibe dann zehn bis zwölf Seiten, meist bis drei Uhr nachts. Danach geht es ins Bett und am Tag kümmere ich mich um jene Dinge, die nebenbei so anfallen. Verträge, Meetings – oder auch Interviews.

Ändert sich die Vorgehensweise wie du im Team schreibst?

Natürlich. Bernhard und ich haben uns meist mit dem Schreiben der Kapitel abgewechselt und das bedeutete, das wir beide viel mehr darauf reagieren mussten, wann der andere mit seinem Textstück fertig war, um dann sofort selbst weiterzumachen. Das brachte meine oben beschriebene Routine ganz schön durcheinander. *lacht*

Und die Zusammenarbeit mit Bernhard Hennen ist ja nicht die einzige Kooperation für DIE FEUER DER FINSTERWACHT, auch die deutsche Mittelalter-Rock-Band Saltatio Mortis ist beteiligt. Wie kam es dazu?

Die Idee kam vom Ulysses Verlag und Saltatio Mortis. Beide sind große Fans voneinander und als sie ein gemeinschaftliches Projekt beschlossen, kam dann noch die Idee zu einem Roman dazu.

Das Hörbuch erscheint, einmal mehr in Zusammenarbeit mit LAUSCH medien. Was schätzt du an der Zusammenarbeit dem Hamburger Hörbuchlabel?

LAUSCH hat mittlerweile auch den Druck und Vertrieb meiner Taschenbücher übernommen und was die Qualität ihrer Produkte angeht, hervorragende Arbeit geleistet. Günter Merlau ist ein phantastischer Sprecher und das gesamte Team von LAUSCH hilft mir stets weiter, wenn mich die Logistik, drei Romane plus Nebenprojekte pro Jahr fertig zu stellen, überfordert.

Was kennzeichnet für dich ein gutes Hörbuch?

Dass es dem Sprecher gelingt, den einzelnen Charakteren eine unverwechselbare Note zu geben und man ihm oder ihr über Stunden zuhören kann, ohne dass man aufhören möchte.

Welche Ratschläge würdest du jungen Schriftstellern geben, die in der Fantasy-Roman-Welt Fuß fassen möchten?

Es gibt da wenig allgemeingültige Tipps. Für mich war die Welt des Rollenspiels ein perfekter Trainingsort, ohne dies damals zu wissen. Erst, indem ich schlüssige Charaktere erschuf, die ich selbst spielte, danach, in dem ich Kampagnen entwarf und so den Weltenbau übte.

Was ich für Elementar halte, sind ein gutes Lektorat und ein hochwertiges Cover. Diese beiden Säulen sollte jeder beachten, der sich im schriftstellerischen Bereich betätigen will, auch wenn diese Dinge Geld kosten – zumindest, wenn man wie ich als Selfpublisher beginnt.

Vielen Dank für das Gespräch

Das Interview führte FLORIAN TRITSCH

Titel: DIE FEUER DER FINSTERWACHT
Autor: Bernhard Hennen, Torsten Weitze
Laufzeit: noch nicht bekannt.
Verlag: LAUSCH medien

 

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