Banner
  • Abo Service
  • Mediadaten
  • Jobs
  • Impressum
Navigationspfad: arrow Kino & DVD Artikel A-Z Saw VI Horror ohne Ende (Multimania No.27)
Saw VI Horror ohne Ende (Multimania No.27)
Kino & DVD - Artikel A-Z

SAW VI HORROR OHNE ENDE - Ein Mann und eine Frau – angekettet in einem dunklen, schmutzigen Raum, verbunden mit einer Maschine, die ihnen den sicheren Tod bringen wird. Nur derjenige wird überleben, der sich das meiste Fleisch aus dem eigenen Leib schneidet, um den Mechanismus zu stoppen, der die tödliche Falle auslösen wird. Keine Frage – Jigsaw ist wieder da!

 

saw_vi_-_saw_2009

 


USA 2009
Laufzeit: 91 Minuten
Kinostart: 03.Dezember


Wie in jedem Jahr steht auch 2009 wieder eine weitere Fortsetzung des SAW-Franchise ins Haus, welche ich mir für Euch vorab schon einmal in London angesehen habe, bevor es Anfang Dezember auch in den deutschen Kinos wieder heißt: „Ich möchte ein Spiel spielen!“ Ein neues Kapitel in der Saga um Jigsaw gehört inzwischen zum Herbst/Winter wie der Weihnachtsmann zum Heiligen Abend. Obwohl es sich hier um den inzwischen sechsten Teil der Reihe handelt, ist von Qualitätseinbußen nichts zu bemerken. Klar, das Grundgerüst der Serie ist inzwischen hinlänglich bekannt und wird niemanden mehr überraschen, aber bemerkenswerterweise wirkt die gesamte Reihe noch immer wie ein einziger langer Film. Ein Detail greift ins andere, immer wieder finden sich Rückblenden und Bezugnahmen zu allen vorangegangenen Folgen, was die Serie zu einem gigantischen Puzzle macht, welches sich mit jeder Episode vervollständigt – aber auch mit Teil sechs noch nicht komplett erscheint. Teil sieben ist bereits in Produktion gegangen. Es ist faszinierend, wie alle Folgen stimmig nahtlos aneinander anschließen und aufeinander aufbauen, ohne dass sich die Drehbuchautoren in der immer komplexer werdenden Geschichte verheddern. Fast scheint es, als hätten sie – ähnlich wie Jigsaw - einen bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Masterplan in der Hinterhand, dem sie folgen und der jegliche Eventualitäten ausschließt. So auch dieses Mal! Allerdings sollte man alle Teile gesehen haben, um sich im komplexen Universum Jigsaws und seiner Helfer und Opfer zurechtzufinden, sonst fühlt man sich, als beginne man bei „Der Herr der Ringe“ damit, „Die zwei Türme“ zuerst zu gucken... Einen SAW-Film anzusehen, macht dann am meisten Spaß, wenn man vor dem Anschauen möglichst wenig über die Handlung des betreffenden Teils weiß, um von jeder Storywendung eiskalt und unvorbereitet erwischt zu werden, deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung des sechsten Kapitels der SAW-Saga: Es ist Jigsaws Nachfolger Detective Hoffman gelungen, den Kollegen, der ihm auf die Schliche kam, auszuschalten und den Verdacht, Jigsaws Erbe zu sein, auf eben jenen abzuwälzen. Somit kann ein neues Spiel beginnen, welches Jigsaw noch zu Lebzeiten vorbereitet hat und dessen Ablaufpläne er seiner Frau hinterlassen hatte, die nun mit Hoffman zusammenarbeitet, um den letzten Willen ihres Gatten zu erfüllen. Dieses Mal stehen die Mitarbeiter einer Krankenversicherung im Mittelpunkt seines Interesses, insbesondere deren Abteilungsleiter, der sich anmaßt, über Leben und Tod - sprich: über Bezahlung oder Ablehnung besonderer Behandlungsmaßnahmen der Versicherten - zu entscheiden. Eben jener Abteilungsleiter hat auch John „Jigsaw“ Kramers Antrag abgelehnt und ihn somit zum Tode durch den Krebs verurteilt, da die Behandlung teuer und wenig erfolgversprechend schien. Somit findet sich der gute (?) Mann nun in Jigsaws Labyrinth wieder und trifft immer wieder auf seine Kollegen, die er retten kann oder auch nicht. Die Spiele haben begonnen... und nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Währenddessen macht sich Kramers Frau daran, einen weiteren Wunsch ihres verstorbenen Mannes zu erfüllen, und auch die Polizei ist nicht untätig und hält die Untersuchung der Jigsaw-Morde für noch lange nicht abgeschlossen... SAW VI ist wieder einmal ein sehr guter Film geworden. Welche Horror-Filmserie kann das schon noch von ihrem sechsten Teil behaupten? Obwohl die Reihe für ihre blutigen Effekte berühmt-berüchtigt wurde, steht doch klar die Handlung, das Erzählen einer spannenden und intelligenten Geschichte im Vordergrund. Der Gore-Faktor ist nur schmückendes Beiwerk, welches (meist) nicht selbstzweckhaft eingesetzt wird. Auch wenn gerade der Beginn des neuen SAW-Filmes extrem blutig geworden ist, und auch im späteren Verlauf des Filmes noch so mancher Tropfen Blut fließt, ist SAW VI keine hirnlos-spaßige Splatter- Granate geworden! Viel vom Reiz der Serie macht der im dritten Kapitel verstorbene „Schurke“ John Kramer mit seinen fragwürdigen moralischen Grundsätzen aus, die er notfalls mit Gewalt durchsetzen will. Verkörpert wird er wie immer meisterhaft von Tobin Bell. Nach seinem filmischen Ableben tritt er noch immer hinreichend in Form von Rückblenden, Videoaufzeichnungen, Erinnerungen und seit Teil sechs nun auch in Tagträumen auf. Ohne ihn wäre das SAW-Franchise nur halb so effektiv, besonders auch hinsichtlich der Tatsache, dass sein Nachfolger Hoffman nicht annähernd über so viel Charisma verfügt wie eben der „echte“ Jigsaw. Dass es eine Serie schafft, ihre Fans nach so vielen Fortsetzungen noch immer mit unvorhersehbaren Plottwists zu überraschen, ist einfach bemerkenswert. Eine von den beiden Hauptüberraschungen am Ende des neuen Filmes ist wirklich kaum vorhersehbar, wohingegen man die zweite leider recht früh erahnen kann, sich aber umso mehr freut, wenn man Recht behält, weil man bereits vermutet hat, welche Anweisungen sich in Jigsaws allerletztem Umschlag befinden. Die SAW-Reihe gehört zum Besten und Wichtigsten, was der moderne Horrorfilm zu bieten hat, und auch Teil sechs ist ein Garant für anderthalb Stunden Hochspannung, Blut und irre Twists. Tut Euch den Gefallen, und geht ins Kino, um Euch einen der besten Filme des Jahres (neben dem elften „Star Trek“- Abenteuer) anzusehen, freut Euch auf SAW VII und das bald auch in Deutschland erscheinende Videospiel zur Reihe – und schaut Euch zuvor daheim noch einmal die Folgen eins bis fünf der Reihe an, um komplett einzutauchen in die Welt von John Kramer.



Olaf Brinkmann
 
  • Home
  • Literatur
  • Hörspiele
  • Games
  • Kino & DVD
    • Artikel A - Z
    • Reviews A - Z
  • Comics
  • Anime
© Devil Inc. Presseverlag 2010
Design, Konzept u. Umsetzung: Anja Frost für www.multi-mania.net